Fossile Energieträger

Schornsteine eines Kohlekraftwerks

Fossile Energieträger basieren  auf organischen Kohlenstoff-Verbindungen die aus den  Überresten tierischen oder pflanzlichen Materials entstanden sind. Diese wurde vor Millionen von Jahren von Gestein, Moor, Schlamm oder im Meer von Sedimenten abgedeckt.
So vom Sauerstoff  abgeschlossen war das organische Material dem aeroben Zerfallsprozess entzogen und konnte sich bis heute unter dem Druck der sich auf ihnen ablagernden Erdschichten zu den von uns geförderten fossilen Energieträgern entwickeln.

Kohle, Erdöl und Ergas enthalten somit die Sonnenenergie, die vor langer Zeit von Pflanzen eingefangen und zu Photosynthese und Wachstum genutzt wurde.
Die Rückgewinnung dieser Energie geschieht nach Aufbereitung des Fossilen Materials immer durch Verbrennung. Dabei wird Kohlendioxid in großen (Erdgas) bis sehr großen (Kohle) Mengen frei.

Nutzung und Zahlen

Förderung und Verbrauch fossiler Energieträger nehmen seit über vierzig Jahren kontinuierlich zu und haben sich seit 1960 grob verdoppelt. (Mazama Science).
Im Jahr 2005 wurde der globale Energiebedarf zu rund 81 % aus fossilem Quellen gedeckt.
Bei konstant bleibender Förderung dürfe der Vorrat an Erdöl noch etwa 43 Jahre, der von Erdgas noch 66 Jahre und der Kohlevorrat noch rund 170 Jahre ausreichen. Es wird jedoch angenommen, dass der Energiebedarf in den Jahren 2008 bis 2035 um 36% zunimmt (International Energie Agency) - und damit, trotz steigenden Anteils regenerativer Quellen, die Förderung fossiler Energieträger ansteigen wird.

Probleme

Die Nutzung fossiler Energieträger schädigt die Umwelt bei der Förderung, beim Transport und bei der Umwandlung in Sekundärenergie. Insbesondere im Kohleabbau kommt es zu großen Landschaftsschäden und zum Absinken des Grundwasserspiegels sowie zu Bergsenkungen. Unfälle bei der Ölförderung führen vor allem bei der Off-shore-Förderung zu Naturkatastrophen mit fatalen Folgen für Meeresflora und -fauna - ebenso Havarien großer Öltanker. Aber auch aus Lecks in Pipelines treten erhebliche Mengen giftigen Rohöls aus.

Der wohl größte Schaden wird beim Verbrennen fossiler Materialien verursacht. Neben weiteren Schadstoffen (z.B. Stickstoffoxyde und Ruß) treten erhebliche Mengen an CO2 aus. Das „Treibhausgas“  beeinträchtigt in der Atmosphäre das Austreten reflektierter Sonnenstrahlen und lässt so die Erdatmosphäre aufwärmen, mit der Folge, dass sowohl Gletscher in Gebirgen, wie auch die Eiskappen der Pole abschmelzen. Der Meeresspiegel steigt und wird wohl zu zunehmenden Überschwemmungen in küstennahen Regionen führen. Vermutlich werden durch die Erderwärmung Extremwetterlagen zunehmen und Dürregebiete werden sich ausdehnen.  Einige Theorien gehen davon aus, dass der Golfstrom durch die Klimaveränderungen umgelenkt werde, was zu erheblichem Temperaturverlust in Europa führen würde. Gemein ist den verschiedenen Theorien, dass sie fatale Klimaveränderungen voraussagen, sollte der CO2-Ausstoß nicht weltweit erheblich gesenkt werden.

Autor: Andreas Pützer

Bilderquelle: www.aboutpixel.de Luftverschmutzung © jacques Kohler

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