Regenerative Energiequellen

Windrad vor SonnenuntergangUnter „regenerativer (erneuerbarer) Energiequelle“ verstehen wir eine Energiequelle, die im Rahmen der menschlichen Perspektive unerschöpflich ist. Entweder ist die Ressource so groß, dass sie nach menschlichem Ermessen niemals erschöpft sein wird – wie etwa bei der Geothermie - oder die Quelle liefert permanent neue Energie, wie z.B. bei Wind- und Sonnenenergie.

Wesentlich ist, dass bei der regenerativen Energie keine Substanz  verbraucht wird, wie etwa durch Verbrennung fossiler Energieträger. Vielmehr wird eine Energieform (Strahlungsenergie, kinetische Energie, potentielle Energie) umgewandelt in Wärme und diese dann teils in Strom.

Damit ist die Nutzung regenerativer Energiequellen nicht nur ressourcenschonend sondern auch arm an schädlichen Reststoffen.
Das Aufkommen giftiger Emissionen ist im Vergleich zur Nutzung fossiler Energieträger gering.

In diesem Sinne werden hier Wind-, Wasser-, Sonnenenergie und die Geothermie behandelt.
Biomasse möchten wir als eingeschränkt „regenerativ“ bezeichnen, da sie dem Boden Nährstoffe entzieht, die sich im Rahmen der üblichen exzessiven Landwirtschaft nicht kurzfristig selbständig erneuern.

In einer Leitstudie aus dem Jahr 2008 kommt das Bundesumweltministeriums (BMU) zu dem Ergebnis, dass in Deutschland bis zum Jahr 2020 30 % der produzierte Energie  aus regenerativen Quellen stammen könnte. Die Agentur für erneuerbare Energien kommt auf einen möglichen Anteil von rd. 48%. Laut einer Prognose der Deutschen Energie-Agentur (dena)(heise-online) könnte der Anteil sogar auf bis zu 58 % gesteigert werden.

Im Jahr 2010 machte der Anteil regenerativer Energien (inklusive Biomasse) am Gesamtenergieverbrauch jedoch gerade einmal 11 % aus (Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (http://www.erneuerbare-energien.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/ee_in_zahlen_2010_bf.pdf), wobei der Anteil kontinuierlich steigt.

Am 6. Juni 2011 beschloss die Deutsche Bundesregierung den stufenweisen Atomausstieg bis 2022. Gleichzeitig sollen die CO2-Emissionen reduziert werden. Somit muss der Anteil der regenerativen Energiequellen angehoben werden.

Eines der größten Herausforderungen bei Nutzung dieser Quellen ist, die Unstetigkeit, mit der etwa Wind- und Solarenergie Strom liefern können, auszugleichen. Hierzu bedarf es eines intelligenten Energiemixes, eine Stromnetzes, das lokale Engpässe ausgleichen kann und einer ausreichenden Speicherkapazität. Hohe Effizienz bei der Energienutzung tragen außerdem dazu bei, dass künftig weniger fossile Energieträger genutzt werden müssen.

Autor: Andreas Pützer

Bildquelle: aboutpixel.de energie © mr.nico

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